Die Pfarrkirche St. Oswald

Die Pfarrkirche St. Oswald prägt seit Jahrhunderten das religiöse Leben Niederrußbachs. Sie liegt leicht erhöht am südöstlichen Ortsrand, ist von einem historischen Friedhof umgeben und steht unter Denkmalschutz. 
Der mittelalterliche Kern wurde im Laufe der Jahrhunderte barockisiert, 1832 erweitert und im 19. Jahrhundert umfassend renoviert
 
Gotischer Westturm, schlichtes Langhaus und Rundapsis bestimmen das Äußere; im Inneren verbinden sich Kreuzgratgewölbe des 15. Jahrhunderts, barocke Elemente und Erweiterungen von 1831.
 
Der Hochaltar (um 1900) zeigt den Hl. Oswald, Hl. Sebastian und Hl. Rochus. Sehenswert sind außerdem ein Taufstein aus dem frühen 18. Jahrhundert, ein Rokoko-Sakristeischrank sowie die Capek-Orgel von 1900 mit 12 Registern.
Nach einer umfassenden Innensanierung wurde die Kirche am 8. April 2017 von Kardinal Christoph Schönborn neu gesegnet.
Auf dem Friedhof finden sich wertvolle barocke Steinplastiken des 18. Jahrhunderts, darunter eine Urlaubergruppe, „Christus in der Rast“, eine Kreuzigungsgruppe von 1773, eine Pietà und mehrere historische Grabkreuze.

Zum Pfarrgebiet zählen auch die Filialkirchen Oberrußbach (Hl. Margareta) und Tiefenthal (Hl. Geist)

Pfarre Niederrußbach ist seit 2018 Teil des Pfarrverbands Mittleres Schmidatal.

Martina Kirchmayer und Karl Vogl haben im Rahmen des großen Projekts „Kirchensanierung 2013–2017“ ein Buch herausgegeben, das mündliche und schriftliche Überlieferungen rund um unsere Pfarrkirche zusammenfasst. Einige wenige Exemplare sind noch in der Pfarrkanzlei erhältlich.
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