Tiefenthal

Tiefenthal – „das tief eingeschnittene Tal“ – zählt heute rund 170 Einwohner. Der Ort gehörte nach 1849 zu Niederrußbach, wurde 1873 selbstständig und 1971 als Katastralgemeinde nach Großweikersdorf eingegliedert. Kirchlich blieb Tiefenthal jedoch weiterhin mit Niederrußbach verbunden.

Die eigene Volksschule bestand von 1881 bis 1967 und wurde von Kindern aus Tiefenthal und Zaussenberg besucht. 1951 wurde die Freiwillige Feuerwehr Tiefenthal gegründet. 1992 entstand der Dorferneuerungsverein „Club Tiefenthal“, der zahlreiche Projekte verwirklichte, darunter das Buswartehäuschen, die Kirchenaußenrenovierung (1995), den Umbau des Feuerwehrhauses zum Dorfzentrum (1999–2002) und den heutigen Spielplatz.

Die erste Kapelle entstand um 1820. Da sie zu klein und ungünstig gelegen war, entschloss sich die Ortsgemeinschaft zum Neubau einer Kirche. Diese wurde 1962–1965 unter Baumeister Ferdinand Schön errichtet und am 30. Mai 1965 dem Heiligen Geist geweiht. Besonders markant sind die fünf farbigen Fenster im Altarraum, entworfen von Ing. Herfert, die Weihnachten, Pfingsten und Christi Himmelfahrt darstellen.

1995 wurde die Kirche außen renoviert, 2012 erfolgte die Innenrenovierung. Dank großer freiwilliger Unterstützung wurden Bänke, Elektrik und der Innenraum erneuert. Das kirchliche Leben ist bis heute lebendig: Neben den Donnerstagmessen finden Kreuzweg-, Mai- und Allerseelenandachten sowie Bittgänge statt. Viele Jahre prägten Franz Reinwein (Andachten), Maria Ehmoser und Christine Holzer (Orgelspiel) das Gemeindeleben.

Besondere Ereignisse waren die Visitationsbesuche von Kardinal Christoph Schönborn (2004) und Weihbischof Stephan Turnovszky (2017). Höhepunkt des Jahres ist das traditionelle Kirchweihfest zu Pfingsten.

Kirchenbesichtigungen: nach telefonischer Voranmeldung im Pfarrbüro Niederrußbach unter 02955 704 04

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